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    Hier erhalten Sie aufschlussreiches Hintergrundwissen über die technischen Abläufe bei einer Buchung einer Flugreise.
Dabei wird erklärt, warum es im Falle eines Fluges besser ist, möglichst früh zu buchen, sich nur in zwei bis drei Internetportalen zu informieren und sich anschließend möglichst schnell zu entscheiden.
Allgemein gilt: die Preise werden mehrfach am Tag aktualisiert, daher kann sich der Preis innerhalb von Minuten ändern und "wenn weg - dann weg" !
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Flüge buchen im Internet - worauf müssen Sie achten ?

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[ Schlagwörter: Reiseportale - Flugvakanzen - Flugtarife - CRS - IBE -
Linienflug - Charterflug - Billigflug - Internetportal - Buchungssystem
]

 
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  Wie die Zeiten sich ändern. Noch vor 10 Jahren benötigten wir Reisebüros teure Standleitungen zu den Buchungssystemen der Veranstalter.
Reiseportale im Internet steckten noch in den Kinderschuhen ...
Nur wenige Jahre später gehört das Medium Internet nicht nur für junge Menschen zum Alltag. Und nur wenige Dinge sind im Internet so gefragt, wie das absolute "Reiseschnäppchen".
Wer mit dem Netz umzugehen weiß, flexibel bei der Auswahl des Reiseziels und bezüglich des Reisetermins ist, kann dabei auch fündig werden...
Vorausgesetzt, man hat auch genügend Geduld.

Dabei macht es aber noch sehr große Unterschiede, wonach man denn sucht.
Einzelprodukte wie Flugtickets, Hotelzimmer oder Mietwagen eignen sich gut für eine Suche im Internet. Schwieriger wird es bei Pauschalreisen. Da hier mehrere Einzelbausteine (Flüge und Hotelzimmer) zu einem Paket verbunden werden und jeder einzelne Baustein verfügbar sein muss.


Buchung eines Fluges
Stellen Sie sich vor, Sie wollen nun eine einfache Reiseleistung buchen, in unserem Fall ein Flug.
Letztenendes wird eine Anfrage an eine Datenbank gestellt, wo Flugvakanzen hinterlegt sind.
Diese Datenbanken sind das Herzstück von sogenannten Computer Reservierungs Systemen (CRS), von denen es weltweit nur vier gibt: Amadeus, Galileo, Sabre und Worldspan.
Dies sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt. Sie brauchen sich diese Namen nicht zu merken, da Sie keinen Zugang zu diesen Datenbanken haben können.
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  Bevor wir ein Buchungsbeispiel durchspielen zwei Begriffserklärungen:
Computer-Reservierungs-Systeme (CRS)
CRS sind spezielle Software-Dienstleister der Touristikbranche. Sie sind das technische Bindeglied zwischen den Systemen der Reiseverantsalter und den Reisebüros. Die CRS bündeln verschiedene Anbieter unter einer einheitlichen Benutzermaske. So können z.B. alle angeschlossenen Reiseveranstalter im Reisebüro gebucht werden.
Internet-Booking-Engine (IBE)
Benutzeroberfläche, die es ermöglicht Angebote der Reiseveranstalter im Internet zu buchen. Sie ist die Schnittstelle zwischen dem Kunden und den Computer-Reservierungs-Systemen im Hintergrund. Erst durch den Einsatz einer Internet-Booking-Engine kann der Kunde Angebote am PC abfragen und diese selbständig buchen.



Alle Datenbankabfragen - unerheblich ob Internetportal oder Reisebüro - greifen wie gesagt auf die gleichen Computer-Reservierungs-Systeme zu.
Es wird natürlich aufwendig, wenn man zum einen noch gar nicht weiß, welche Fluggesellschaften die gewünschte Flugverbindung überhaupt anbieten und man zum zweiten zwischen den verschiedenen Fluggesellschaften einen Preisvergleich anstellen möchte.
Dann kann man schnell ein paar Stunden beschäftigt sein und ist am Ende häufig "so klug als wie zuvor".

Man weiß nämlich nie, ob die einzelnen abgefragten Fluggesellschaften nicht eine halbe Stunde später schon wieder ganz andere Preise haben!

Sicherlich fragen Sie sich nun: "Wie kann das denn sein?"
Ganz einfach - dafür sorgt das Ertragsmanagement eines jeden Fluges. Das ganze Preissystem basiert auf einer Mischkalkulation. In der gleichen Maschine gibt es eine Vielzahl von Tarifen (das können auch mal 15 sein).
Es ist ziemlich genau festgelegt, wie viele Plätze in den Niedrig-Preis-Segmenten verkauft werden dürfen, bevor die wirtschaftliche Schmerzgrenze des Fluges erreicht ist. Andererseits nimmt man lieber "kleines" Geld mit, als von einem leeren Flugsitz einen 'Nullertrag ' zu verbuchen. In Sekundenschnelle kann nach jeder Buchung die Wirtschaftlichkeit des Fluges neu dargestellt und die Preisangebote daran angepasst werden
- Dabei sind für einen Flug über 1000(!) Neukalkulationen pro Tag nichts Besonderes.
Dies gilt gleichermaßen für
Linienfluggesellschaften (z.B. Lufthansa), den Einzelplatzverkauf von Charterfluggesellschaften (z.B. LTU, Condor, TUIFly) oder die sogenannten Billig-Fluggesellschaften (z.B. Ryanair, Easyjet).

Und ebenso gilt für alle Drei auch die Faustregel:
"Je früher gebucht, um so mehr gespart!"
   
   
Ist man bei seiner Reiseplanung terminlich flexibel, sind preisgünstige Flugtickets bei den Billig-Fluggesellschaften leichter bei Flügen von Montags bis Donnerstags zu haben.

Dagegen liegen die Preise bei den Linienfluggesellschaften in der Regel günstiger, wenn mindestens ein Wochenende zwischen Hin- und Rückflug liegen (Sunday-Rule).

Auch die direkten Wochenendflüge sind hier häufig günstiger.

Wer aber mit einer Linienfluggesellschaft wochentags hin- und zurück fliegen will, im Extremfall vielleicht sogar am gleichen Tag, wird meist außerordentlich zur Kasse gebeten. Die Fluggesellschaften gehen in diesen Fällen davon aus, dass die Fluggäste terminlich gar keine andere Wahl haben, weil es sich dabei zumeist nicht um private, sondern um Geschäftsreisen handelt. Und wenn es sowieso die Firma zahlen muss, werden auch ganz andere Preise akzeptiert.

Hat man also einen geeigneten Tarif bei einer Fluggesellschaft gefunden, ist lange noch nicht geklärt, ob der aufgelistete Flug in dieser Preisklasse überhaupt noch verfügbare Plätze hat!
Oftmals beginnt erst dann die nervenaufreibende Abfrage. Flugangebot auf Flugangebot ist auf die tatsächliche Buchbarkeit hin zu prüfen.
Oft genug erhält man die definitive Antwort erst in dem Moment, wo man die Buchung verbindlich bestätigen möchte.
Zudem kann es auch sein, dass man erst dann den definitiven Endpreis erhält.

Daher ist es sehr ratsam, sich vorher sorgfältig mit den Buchungsbedingungen zu beschäftigen. Jeder Anbieter von Internet-Angeboten muss auf seiner Seite seine Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs) veröffentlichen!

Man sollte sich also vorher vergewissern, mit welchen Zusatzkosten (Bearbeitungsgebühren, Ticketversand) man neben den
immer anfallenden Steuern und eventuellen Treibstoffzuschlägen zu rechnen hat.

Noch ein wichtiger Hinweis:

Schauen Sie sich unbedingt auch vorher an, an welche Bedingungen die jeweilige Tarifklasse gebunden ist. Generell können Sie davon ausgehen, dass je günstiger das Ticket ist, desto weniger Möglichkeiten bietet es, später noch einmal Änderungen an der Flugreservierung vorzunehmen.
Eine Umbuchung auf einen um nur eine Stunde späteren Abflug kann teurer sein, als das ursprüngliche Flugticket! In eine solche Situation kann man leicht kommen, wenn man auf einen Langstreckenflug separat einen günstigen Anschlussflug mit einer anderen Fluggesellschaft gebucht hat.
Muss man eventuell sogar komplett stornieren, sieht man bei vielen Billig-Flugtickets nicht einen einzigen Cent zurück.

Ein ebenfalls nicht unwesentlicher Posten ist inzwischen das Gepäck und die Bordverpflegung.
So werden bei Billigfliegern mehrere Euro pro Kilo schon für das normale Gepäck erhoben. Also unbedingt mit ein kalkulieren. Die 20 Kilo Freigepäck bei Linienfluggesellschaften können schnell bei Billigfliegern mit 60 bis 80 Euro zu Buche schlagen.
Gerade heute warb ein Billigflieger mit dem Slogan: "Bei uns erhalten Sie auf dem Kanaren-Flug ein warmes Essen." Witzig - was früher ganz normaler Service war, wird heute als werbewirksamer Vorzug angepriesen...

Zusammenfassende Empfehlung
Bei der rasanten Entwicklung des Reisemarktes und der Buchungsmedien fällt es schwer klare Aussagen zu treffen. Dennoch können folgende Leitlinien weiterhelfen:

1. Bei einem konkreten Interesse sollte man sich mindestens vier bis sechs Wochen vorher um die Flugbuchung kümmern.
2. Dabei empfielt es sich,
nicht mehr als zwei Internetportale zu "bemühen".
3. Man muss sich
schnell entscheiden können!
Längeres Suchen ist meistens Zeitverschwendung. Die Angebote ändern sich so schnell, dass im Zweifelsfall in Minutenschnelle das "Schnäppchen" weg ist.

Wenn Ihnen das aber alles zu mühsam, zeit- und nervenaufreibend ist, bleibt immer noch als Alternative: das gute alte Reisebüro.

Die Kolleginnen und Kollegen dort greifen nämlich auf die gleichen Computer-Reservierungs-Systeme zurück, wie die gerade beschriebenen Internetportale (und das schon seit Jahrzehnten) und haben zusätzlich die Möglichkeit, sofort zu sehen, auf welchen Flugverbindungen zu welchen Tarifen überhaupt noch Plätze frei sind.
Eine bessere Tarifübersicht, gepaart mit Erfahrung und dem Wissen welche Details zu berücksichtigen sind, liefern ein klares Plus für die Reisebüros.

Während noch vor wenigen Jahren die Fluggesellschaften den Reisebüros selbstverständlich eine Provision gezahlt haben, ist dies mittlerweile eingestellt.
Um die Kosten für das CRS und den Beratungsaufwand abzufangen,
sehen sich die Reisebüros gezwungen, bei Flugbuchungen von den Kunden eine Servicegebühr für ihre Leistungen zu erheben.

Bei guter Arbeit hat aber eine geringe Servicegebühr auch ihre Berechtigung.
Durch einen umfassenden Preisvergleich und die Suche nach dem günstigsten Endpreis kann einem das Reisebüro letztendlich vielleicht bares Geld sparen.
Ganz zu schweigen von einem vielleicht noch kostbarerem Gut - der Zeit, die mann sinnvoll nutzen konnte, anstatt Stunden vor dem Computerbildschirm zu verbringen.

   
 
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